Verhaltenstherapie bei Depression
Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen: Schätzungsweise 12% der Männer und 26% der Frauen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung (Dysthymie).

Bei den typischen Merkmalen für eine Depression wird zwischen Haupt- und Nebensymptomen unterschieden. Die Hauptsymptome sind:

  • Gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit
  • Desinteresse und Freudlosigkeit
  • Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit

Anzahl und Stärke der Nebensymptome geben zusätzlich einen Hinweis darauf, wie schwer die Symptomatik ausgeprägt ist:

  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrations- und Entscheidungsstörungen
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Negative und pessimistische Zukunftsgedanken
  • Selbsttötungsgedanken oder –versuch

Wenn mehrere Haupt- und Nebensymptome über zwei Wochen oder länger anhalten, wird eine Depression festgestellt. Je nach Anzahl und Stärke der Symptome wird zwischen leichten, mittelschweren und schweren Depressionen unterschieden. Nach dieser Einteilung richtet sich die Psychotherapie.

Bei leichten Depressionen ist in den meisten Fällen eine ambulante Psychotherapie ausreichend, bei mittelgradigen bis schweren Depressionen kommt dagegen meist eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie zum Einsatz. Bei einer schweren Depression ist häufig auch eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik sinnvoll.
Die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie ist im Vergleich zu anderen Therapieformen in wissenschaftlichen Untersuchungen bisher am besten belegt.

Ziel der Verhaltenstherapie in Berlin ist es, depressionstypische Denkmuster, negative Gefühle und passive Verhaltensweisen abzubauen und durch aktivere und positivere Verhaltensmuster zu ersetzen. Die Depressionsbehandlung wird in 3 zentrale Behandlungsschritte unterteilt.

Im ersten Schritt werden wir daran arbeiten, dass Sie wieder eine geregeltere Tagesstruktur einhalten, in der sich angenehme Aktivitäten und Pflichten die Waage halten. Dies kann Ihnen helfen, wieder Struktur in Ihren Alltag zu bringen, sich weniger zurückzuziehen, positive Erfahrungen zu machen und zu erleben, dass Sie die geplanten Aktivitäten (wieder) schaffen können.

Im zweiten Schritt der Verhaltenstherapie Berlin werden wir die negativen Denkmuster durch positivere Denkmuster ersetzt. Gemeinsam werden wir erarbeiten, wann und wieso die negativen Denkmuster entstanden sind und wie sich diese auf Ihre Verhaltensweisen und Gefühlswelt auswirken. Als approbierte Psychotherapeutin in Berlin werde ich Sie dabei unterstützen, Ihre negativen Einstellungen systematisch zu überprüfen und schließlich durch hilfreichere, realistischere Sichtweisen zu ersetzen (z.B. könnte die negative Sichtweise „Ich bin ein Versager" durch die funktionalere Sichtweise „Manchmal erreiche ich meine Ziele nicht. Es gibt aber auch Ziele, die ich schon erreicht habe" abgelöst werden.).

Der dritte Schritt der Verhaltenstherapie Berlin bezieht sich darauf, Ihre sozialen Kompetenzen zu trainieren, um Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen bzw. zu vertiefen. In Kommunikationsübungen und Rollenspielen werden Sie lernen, mit anderen in Kontakt zu treten, aber auch, eigene Wünsche und Meinungen selbstsicherer zu vertreten.

Die letzte Phase der Psychotherapie wird sich dem Aufbau von Strategien zur Rückfallprophylaxe widmen, um Rückfällen vorzubeugen bzw. Frühwarnzeichen für das Auftreten von erneuten depressiven Schüben zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.
Bipolare Störung
Bei einer bipolaren Störung erleben die Betroffenen abwechselnd extreme Stimmungshochs (manische Phase) und ausgeprägte Stimmungstiefs (depressive Phase). Die Betroffenen rutschen dabei oft unmittelbar nach einer manischen Episode in eine tiefe Depression ab.

Eine Kombination von medikamentösen und psychotherapeutischen oder psychosozialen Behandlungsansätzen ist nach aktuellem wissenschaftlichem Standard am erfolgversprechendsten.
Die Behandlung mit Psychopharmaka steht im Vordergrund der Behandlung, da es ohne kontinuierliche Medikation i. d. Regel nicht zu einer Stabilisierung der manischen oder depressiven Stimmung kommt. Auch nach längeren Phasen stabiler Stimmung ist ein Rückfall sehr wahrscheinlich.

Eine Verhaltenstherapie in Berlin kann diese Behandlung sinnvoll ergänzen und Ihnen die Fähigkeiten an die Hand geben, die Sie benötigen, um besser mit Ihrer Erkrankung umzugehen. Zunächst werde ich Sie und Ihre Angehörigen über die Entstehung einer bipolaren Erkrankung aufklären. Im Laufe der Psychotherapie werden Sie lernen, besser mit Stress umzugehen, Frühwarnsymptome einer manischen und depressiven Episode rechtzeitig zu erkennen und ein insgesamt strukturierteres, regelmäßigeres Leben zu führen. Als psychologische Psychotherapeutin in Berlin werde ich Sie außerdem über die Bedeutung einer regelmäßigen Einnahme der Medikation für ihre Stabilisierung informieren.

Während einer depressiven Episode ähnelt die Verhaltenstherapie Berlin stark der Behandlung bei einer unipolaren Depression (siehe Behandlung bei Depressionen). Während einer akuten manischen oder einer schweren depressiven Phase ist die Behandlung mit Medikamenten im stationären Kontext meist hilfreich.

Therapie bei Depression und Bipolarer Störung in Berlin - Termin bei Psychotherapeutin Rebecca Rüggeberg vereinbaren: 0152-57427922
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Privatpraxis für Verhaltenstherapie und Coaching
Dr. Dipl.-Psych. Rebecca Rüggeberg

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